Verzahnung des "Quartiers für alle" am Dortmunder Hafen mit der Dortmunder Nordstadt
Prolog
Als Wahl-Dortmunder identifiziere ich mich mit der Stadt und der
Kultur dieses Wirtschaftsraums mit seiner wechselvollen Historie. Im Rahmen der
Beschäftigung mit dem Interessenbekundungsverfahren zur Entwicklung des ehem.
Siloturms und der sich anschließenden Zeilenbebauung unter der Adresse
Speicherstrasse 48-50 am Dortmunder Hafen in 2025, habe ich einen intensiven
Dialog mit aktuellen und ehem. Dortmundern gesucht, um ein breites und
gleichzeitig tiefes Bild von der mentalen, kulturellen, wirtschaftlichen und
politischen Lage zu zeichnen, um daraus ein Gesamtkonzept eines „Quartiers für
alle“ zu kreieren, das tatsächlich kurz-, mittel- und langfristig Erfolg
verspricht – in jeder Dimension, ohne zu verkopft zu sein und alle Beteiligten
zu überfordern. Es endet sonst, dafür gibt es auch in Dortmund zahllose
Beispiele, üblicherweise in einer Endlos-Baustelle und klaffenden Wunde in der
Stadt, die mir und anderen am Herzen liegt.
Ich habe mich also aufgemacht, um mit unterschiedlichen Personen aus drei
Generationen im Alter zwischen 3 und 78 Jahren zu sprechen: vom Kita-Kind, dem
Schulanfänger, aktiven und ehem. Lehrenden, Fachleuten in Bereichen wie
Fremdsprachen, Logistik, Finanzierung, Elektronik, Baustatik, Elektro,
Architektur, Software, Datenspeicherung, KI, Projektmanagement u.a.m.
Im Kapitel „Dialog-Partner“ finden sich mehr Details zu dem Personenkreis, mit
dem ich im Zeitraum einer Woche in regem Austausch war, um das Stimmungsbild
für mich einzufangen und zusammenzufassen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen,
die dabei mit mir geteilt wurden, habe ich
– kurz und knapp – in dem folgenden Text verarbeitet.
Die gewonnenen Einsichten und eingefangenen Stimmungen sind subjektiv und
erheben keinen Anspruch auf eine wissenschaftlich objektivierte Analyse, die
Darstellung aller Aspekte oder einer fachlichen Ausarbeitung mit der
literarisch korrekten Angabe der Quellen und Zitate. Ungeachtet dessen findet
sich in diesem Dokument auch eine Liste von Quellen und Verweisen, die ich
gesichtet und verarbeitet habe.
Ausgangslage und demographische Struktur der Dortmunder Nordstadt
Die Dortmunder Nordstadt ist
mit ca. 61.660 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil Dortmunds
und stellt einen der multikulturellsten Bezirke Deutschlands dar.
Das Gebiet zeichnet sich durch eine einzigartige demographische und kulturelle
Vielfalt aus: 80,3 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund,
wobei hier Menschen aus etwa 150 Nationen zusammenleben. Der
Ausländeranteil liegt bei 58,8 Prozent - mehr als doppelt so hoch wie
der Dortmunder Durchschnitt von 22,3 Prozent.
Die größte Migrantengruppe bilden türkischstämmige Bewohner mit etwa 40.000 Menschen in ganz Dortmund, davon leben ca. 60 Prozent in der Nordstadt. Weitere bedeutende Gruppen sind Zuwanderer aus Rumänien, Bulgarien, Syrien und der Ukraine. Die Nordstadt ist ein klassisches Ankunftsquartier, mit einer hohen Mobilitätsrate von 477 Wohnungswechseln je 1.000 Einwohner gegenüber 258 im städtischen Durchschnitt innerhalb von vier Jahren.
Sozioökonomische Herausforderungen
Die soziale Struktur der Nordstadt bildet typische Merkmale benachteiligter Stadtteile ab. Die Arbeitslosenquote beträgt 19,3 Prozent - doppelt so hoch wie der Dortmunder Durchschnitt von 9,8 Prozent. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 13,4 Prozent signifikant höher als die Quote von 3,5 Prozent in anderen Stadtteilen.
Der Stadtteil ist jedoch demografisch jung: 23,4 Prozent der Bewohner sind unter 18 Jahre alt (Dortmund gesamt: 17 Prozent). Das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren gegenüber 43 Jahren in der Gesamtstadt. Diese Altersstruktur resultiert hauptsächlich aus dem hohen Migrantenanteil, da Zuwandererfamilien traditionell kinderreicher sind.
Das Hafenquartier-Projekt: Vision und Konzeption
Das "Quartier für alle" am Dortmunder Hafen umfasst sowohl die bereits realisierte südliche als auch die geplante nördliche Speicherstrasse. Die Vision des dänischen Architekturbüros COBE zielt auf die Entwicklung eines urbanen Quartiers mit hohen Arbeits- und Aufenthaltsqualitäten sowie einer attraktiven Hafenpromenade.
Zentrale Zielsetzungen:
· Schaffung von ca. 4.000 neuen Arbeitsplätzen bis 2030
· 296 Millionen Euro Investitionen (75% privat)
· Schwerpunkt auf Digital- und Kreativwirtschaft, Bildung und Kultur
· Direkte Anbindung und Aufwertung für die Nordstadt
Das Projekt wurde 2025 beim Deutschen Städtebaupreis als Modell für zukunftsfähige Stadtentwicklung ausgezeichnet, die "wirtschaftliche Innovation, kulturelle Identität und soziale Integration vereint".
Bestehende Verzahnung und Integration
Räumliche und verkehrstechnische Verbindung
Die Hafenentwicklung ist strategisch als Scharnier zwischen Innenstadt, Nordstadt und Kanalhafen konzipiert. Die südliche Speicherstrasse wurde bereits zu einer autofreien Fußgänger- und Radfahrerzone umgestaltet, die direkte Anbindung an die Nordstadt geschieht über die Mallinckrodtstrasse, die Achse Schäferstrasse/Eberstrasse und weitere in Nord-Süd-Richtung verlaufende Strassen inkl. der Hauptverkehrsadern, der B54 und der Bornstrasse.
Die neue Hafenpromenade mit 260 Metern Sitzgelegenheiten, Spielcontainern und dem "Grünen Klassenzimmer" im Santa Monika Park soll explizit "die Nordstadt ans Wasser bringen". Die Gestaltung mit taktilen Leitsystemen für Sehbehinderte und barrierefreier Infrastruktur orientiert sich am Motto "Hafen für alle!".
Die umliegenden Kleingartenvereine wie beispielsweise „Hafenwiese e.V.“, „Hobertsburg e.V.“ und „Hansa e.V.“ schaffen eine große Frischluftschneise. Die Vereine bieten Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Begegnungsräume, sie ermöglichen über Anbau und Austausch von Obst und Gemüse einen regen Kontakt über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg.
Soziale Infrastruktur und Integrationsprojekte
Ein zentraler Baustein der Verzahnung ist der Heimathafen Nordstadt - ein im Mai 2024 eröffnetes integratives Bildungs- und Beratungshaus in einem sanierten Lagerhaus von 1903. Die Einrichtung bietet:
· Sprach- und Integrationskurse
· Jobcoaching und Arbeitsvermittlung
· Ausbildungsgastronomie
· Kulturelle Begegnungsräume für alle Nationalitäten
Die Akademie für Theater und Digitalität als städtisches Vorzeigeprojekt demonstriert die erfolgreiche Verbindung von Bildung, Kultur und Innovation. Weitere wichtige Institutionen sind der Lensing Media Port und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer Institut.
Wirtschaftliche Integration und lokale Ökonomie
Das Hafenquartier soll gezielt die lokale Ökonomie der Nordstadt stärken. Besonders bedeutsam ist die ethnische Ökonomie: Türkische, arabische und osteuropäische Unternehmer haben im Viertel bereits starke gewerbliche Strukturen aufgebaut. Das Projekt "Arbeiten, Wohnen, Wurzeln schlagen" unterstützt gezielt Migrantenunternehmen durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung.
Die Entstehung hochwertiger Büroflächen und Gründerzentren kann Übertragungs-/Abstrahl-Effekte für die lokale Wirtschaft generieren, indem Fachkräfte aus der Digitalwirtschaft auch lokale Dienstleistungen nachfragen.
Mit dem Klinikum Dortmund - Standort Nord liegt ein sehr renommiertes Krankenhaus mit diversen, hochqualifizierten Fachabteilungen am Rand des Viertels.
Potentiale für engere Verzahnung
Bildungs- und Qualifizierungsbrücken
Eine systematische Verknüpfung der Bildungseinrichtungen und Museen (u.a. das Naturmuseum) im Hafenquartier mit den Bedarfen der Nordstadt-Bewohner könnte erhebliche Integrationseffekte erzielen. Konkrete Ansätze:
· Digitale Kompetenzförderung für Jugendliche mit Migrationshintergrund durch die Akademie für Theater und Digitalität
· Ausbildungspartnerschaften zwischen Hafenunternehmen, Nordstadt-Schulen, dem Naturmuseum und der Jugendverkehrsschule im Fredenbaumpark
· Mehrsprachige Weiterbildungsangebote in den Bereichen Logistik, Digitalwirtschaft und Gastronomie
· Entrepreneurship-Programme für migrantische Gründer mit Fokus auf digitale Geschäftsmodelle
Kulturelle und soziale Partizipation
Die multikulturelle Vielfalt der Nordstadt kann als Standortvorteil für international agierende Unternehmen im Hafenquartier positioniert werden. Menschen mit Migrationshintergrund bringen Sprachkenntnisse, kulturelle Kompetenzen und internationale Netzwerke mit, die für exportorientierte Betriebe wertvoll sind, ebenso aber für eine digitale Plattform-Ökonomie.
Interkulturelle Begegnungsformate wie gemeinsame Musik-, Film- und Kultur-Festivals, mehrsprachige Stadtführungen oder internationale Veranstaltung können die kulturelle Öffnung des Hafenquartiers für alle Bevölkerungsgruppen fördern. Das bereits etablierte Projekt "Wege der Zuwanderung" zeigt, wie Migrationsgeschichte positiv sichtbar gemacht werden kann. Der Fredenbaumpark mit seinen Veranstaltungen wie Antik-Märkten, Freiluft-Veranstaltungen und Lichterweihnachtsmarkt schafft multikulturelle Begegnungsräume.
Die vielfältigen Sportangebote am und
auf dem Kanal ermöglichen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am Leben der
Nordstadt.
Andere Formate finden kaum zahlenmäßig signifikante Teilnehmer – es gibt z.B.
sehr wenige Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund in der Dortmunder
Nordstadt, die von ihren Eltern bei vereinsunabhängigen Angeboten mit
mehrsprachiger Ansprache, wie z.B. den Pfadfindern, zum internationalen
Austausch angemeldet werden.
Freizeit- und Leistungs-Sport (inkl. Gaming)
Der Sport im Hafenquartier und der
Nordstadt kann gezielt genutzt werden, um Bildung, Gesundheit und
gesellschaftliche Teilhabe miteinander zu verbinden.
Mögliche Ansätze sind z.B.:
(1) Niedrigschwellige Bewegungsangebote im öffentlichen Raum
(Multifunktionsflächen, Streetball, Tischtennis, Outdoor-Fitnessgeräte)
schaffen einen Ort, an dem Menschen ohne Vereinsmitgliedschaft aktiv werden
können.
(2) Sportvereine als Partizipationsmotor: Kooperationen von lokalen Vereinen mit Schulen, Migrantenorganisationen und Unternehmen im Hafenquartier fördern Mannschaftsgeist, Sprachkompetenz und soziale Bindungen.
(3) Wassersport am Hafenkanal: Rudern,
Kanufahren und Segeln als besondere Profilierung des Quartiers.
Diese Angebote verbinden Freizeitnutzung mit touristischem Potenzial und
stärken zugleich Umweltbewusstsein, Fairness, Mannschaftsgeist.
(4) Sport und Arbeitsmarkt: Projekte nach dem Motto „Fit für den Beruf“ (Bewegungstraining kombiniert mit Bewerbungscoaching) steigern nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Selbstwirksamkeit und Motivation junger Menschen.
(5) Gesundheitsprävention: Kooperation mit Krankenkassen und Gesundheitsakteuren zur Förderung von Bewegungsprogrammen für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien in der Nordstadt.
(6) Internationale Begegnungen durch Sportevents: Turniere und Sportfeste im Fredenbaumpark oder am Kanal schaffen Austauschmöglichkeiten vergleichbar zu Kulturfestivals, sie positionieren Sport als gleichberechtigten Teil kultureller Partizipation.
(7) Energie in positive Erlebnisse lenken und damit Selbstvertrauen, Gemeinschaftsgeist sowie Zukunftsperspektiven fördern. Konkrete Ansätze könnten sein:
· Offene Werkstätten und Kreativräume (z.B. für Tanz, Musik, Medienproduktion, Handwerk), die niederschwellig zugänglich sind, von Pädagogen sowie Kulturträgern begleitet werden und Menschen aus dem Viertel die Chance geben, ihre individuellen Stärken, Talente und Kenntnisse einzubringen.
· Abend- und Wochenendprogramme in Kooperation mit Vereinen, Stadtteilzentren und Akteuren des Hafenquartiers, die Freizeitgestaltung mit Bildung (z.B. Coding, Design, Medien) verbinden.
· Aufbau von „Safe Spaces“ wie Jugendcafés, Gaming- oder Projektwerkstätten, die Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten ermöglichen – auch z.B. nationale/internationale E-Sports Events
· Outdoor-Angebote im Fredenbaumpark und am Kanal (z.B. Strassenkunst-Aktionen, Graffiti legal walls, Sport-Contests), um Dynamik im öffentlichen Raum in gestaltende Bahnen zu lenken. Kinder und Jugendliche können so den öffentlichen Raum mitgestalten und Selbstwirksamkeit erleben.
· Mentoring-Programme, in denen junge Erwachsene aus der Nordstadt als Vorbilder fungieren und Jugendlichen zeigen, wie Energie in Sport, Kunst oder Berufsorientierung investiert werden kann.
Partizipation und Bürgerbeteiligung
Die Hafeninitiative mit den seit 2018 stattfindenden Bürgerdialogen ist in der Frequenz verflacht, sollte aber im Rhythmus neu belebt und systematisch um Vertreter und Vertreterinnen verschiedener ethnischer und religiöser Gemeinschaften erweitert werden. Besonders wichtig ist die Einbindung türkischer, arabischer und osteuropäischer Organisationen, die als Multiplikatoren in ihre Gemeinschaften wirken können. Gleichzeitig sollen kulturelles Miteinander auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses für den Wertekanon in Dortmund und Deutschland einer ethnischen und religiösen Ghettoisierung, d.h. einer räumlichen/sozialen Segregation weniger Raum bieten.
Mehrsprachige Informationsformate und kulturell sensible Beteiligungsverfahren können die Mitgestaltung durch alle Bevölkerungsgruppen ermöglichen. Dies ist entscheidend, um Gentrifizierungsängste abzubauen und Akzeptanz für die Entwicklung zu schaffen.
Verkehrstechnische und räumliche Verbesserungen
Die geplante H-Bahn-Anbindung des Hafenquartiers sollte gezielt auch die verkehrstechnische Anbindung benachteiligter Nordstadt-Bereiche verbessern. Fahrradverleihsysteme, barrierefreie Busstops und sichere Fußwege können die Erreichbarkeit der neuen Arbeitsplätze für Nordstadt-Bewohner erhöhen. In der Zukunft sind On-Demand-Shuttle, ggf. sogar selbstfahrende Vehikel denkbar, wie sie in anderen Ländern und Städten bereits etabliert sind.
Die Gestaltung des öffentlichen Raums kann die kulturelle Vielfalt der Nutzer berücksichtigen, ohne diese über Gebühr zu betonen: Gebetsräume für muslimische Beschäftigte, halal-zertifizierte Gastronomie oder Rückzugsbereiche für Familien entsprechen den Bedürfnissen einer multikulturellen Bevölkerung, ohne ethnische Beschränkung.
Herausforderungen und Risiken
Gentrifizierung und Verdrängung
Die Aufwertung des Hafenbereichs birgt das Risiko steigender Mieten und damit das Risiko der Verdrängung bestimmter Alters- und Einkommensgruppen. Die Stadt Dortmund prüft daher eine soziale Erhaltungssatzung zum Schutz vor Gentrifizierung. Wichtig sind:
· Mietpreisbindungen in Neubauprojekten
· Bestandsschutz für lokale Gewerbetreibende
· Sozialwohnungen auch im gehobenen Segment
· Gemeinwohl-Immobilienfonds zur dauerhaften Sicherung bezahlbaren Wohnraums
Zu beachten ist hierbei allerdings auch, dass im neuen „Quartier für alle“ kein Wohnraum entsteht, da der Bereich insbesondere die am Kanal angesiedelten Firmen nicht in ihren betrieblichen Aktivitäten einschränken soll. Ungeachtet dessen, Verdrängungseffekte betreffen gleichwohl die angrenzenden Strassenzüge. Maßnahmen sollten daher Projektgebiet-übergreifend gedacht werden.
Arbeitsplatz-Mismatch
Die geplanten 4.000 Arbeitsplätze entstehen primär in der Digitalwirtschaft und unternehmensnahen Dienstleistungen, während viele Nordstadt-Bewohner niedrigere Qualifikationen haben. Qualifizierungsbrücken und Übergangsjobs können dieses Problem mildern.
Kulturelle Konflikte
Die Ansiedlung von Unternehmen mit einer vorwiegend deutschen, akademisch geprägten Mitarbeiterschaft kann zu kulturellen Spannungen mit etablierten Migrantengemeinschaften führen. Präventive Partizipations- und Mediationsangebote sowie die Stärkung interkultureller Kompetenz auf allen Seiten sind somit geboten.
Empfehlungen für eine engere Verzahnung
Institutionelle Koordination
· Quartiersmanagement mit explizit interkulturellem Fokus
· Steuerungsgruppe mit Vertretern verschiedener ethnischer Communities
· Regelmäßige Sozialraumanalysen zum Monitoring von Partizipationsprozessen
· Interkulturelle Öffnung der Verwaltung und der öffentlichen Dienstleister
Wirtschaftsförderung
· Migrant Entrepreneur Hub im Hafenquartier
· Mentoring-Programme zwischen etablierten Unternehmen und migrantischen Gründern
· Diversitäts-Management-Beratung für Hafenquartier-Unternehmen
· Gezielte Fachkräfteakquise aus der Nordstadt für neue Arbeitsplätze
Bildung und Qualifizierung
· Duale Ausbildungsgänge zwischen Hafenunternehmen und Beruflichen Schulen
· Sprachförderung mit berufsspezifischem Fokus
· Digitalisierungskurse für alle Altersgruppen
· Familienzentren mit mehrsprachigen Angeboten
Kulturelle Partizipation
· Interkulturelles Zentrum als Begegnungsort
· Mehrsprachige Beschilderung im öffentlichen Raum
· Kulturelle Events mit Beteiligung aller Communities
· Internationale Gastronomie als Brücke zwischen den Kulturen
Gemeinschaft-stiftende sportliche Freizeitgestaltung und positive Erlebnisräume
· Offene Kreativräume für Musik, Kunst und Handwerk
· Abendprogramme in Kooperation mit Vereinen
· Jugendcafés und sichere Begegnungsräume schaffen
· In- und Outdoor-Sport im Quartier
· Mentoring durch Vorbilder aus der Nordstadt
Fazit
Das "Quartier für alle" am Dortmunder Hafen bietet ein enormes Potential für eine beispielhafte multikulturelle Stadtentwicklung und bietet eine exzellente Chance, auch der sich seit Jahren verschlechternden Wahrnehmung der Lebensqualität in Dortmund entgegenzuwirken. Bereits realisierte Projekte zeigen, dass eine Verzahnung zwischen innovativer Wirtschaftsförderung und sozialer Partizipation möglich ist. Der Schlüssel liegt in einer partizipativen Planung, die die kulturelle Vielfalt als Standortvorteil begreift, die Bewohner und Bewohnerinnen mit ihren Vorschlägen und Fragen ernst nimmt, sie aktiv in Entscheidungsprozesse einbindet und damit systematisch Brücken zwischen den Communities baut.
Die Nordstadt bringt mit ihrer interkulturellen Kompetenz, ihrer jungen Bevölkerungsstruktur und ihren ethnischen Unternehmensnetzwerken wichtige Ressourcen ein, die das Hafenquartier bereichern und auch einen wirtschaftlich wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Stadt Dortmund leisten können. Gleichzeitig kann die Hafenentwicklung durch qualifizierte Arbeitsplätze, verbesserte Infrastruktur und kulturelle Angebote zur nachhaltigen Aufwertung der Nordstadt beitragen.
Die Herausforderung besteht darin, diese Win-Win-Situation aktiv zu gestalten und Verdrängungsrisiken zu minimieren. Dies erfordert eine langfristig angelegte Strategie, die soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Dynamik in Einklang bringt. Wenn dies gelingt, kann die Verzahnung von Hafenquartier und Nordstadt zum Modellprojekt für erfolgreiche Partizipationspolitik in postindustriellen Städten werden.
Epilog
Ein herausragendes,
wiederkehrendes Element meiner Gespräche mit den Menschen, die in Dortmund
leben oder gelebt haben, war, dass Karin, Gerd, Wolfgang, Renate, Felix, Margret
und Birgit alle aus Familien stammen, die ihren Kindern, trotz aller wirtschaftlichen
Herausforderungen, eine gute Bildung ermöglicht haben. In fast allen Fällen
sind sie die ersten Kinder einer Generation dieser Familien mit einem Fachhochschul-
oder Universitätsabschluss. All diese Menschen eint, über zwei Generationen
hinweg, dass sie auch ihren Kindern wieder Bildung und Werte vermitteln, die
den Horizont erweitern, sie nach Selbstverwirklichung streben lassen, ohne zu
„Ich-Lingen“ zu mutieren, die keine Rücksicht auf die Rechte anderer nehmen. Meine
Gesprächspartner und -partnerinnen sowie ihre Kinder sind bescheiden, offen,
selbstsicher, respektvoll - nicht laut, arrogant, rücksichtslos. Alle treiben
Sport, übernehmen Ehrenämter, haben Hobbies, mit denen sie sich, abseits von
Beruf und Weiterbildung, zusätzlich aktiv beschäftigen, ungeachtet der
Anbindung an familiäre Strukturen und Freunde, mit denen sie sich regelmäßig
treffen, austauschen, „reiben“ – sie wachsen in ihrer Persönlichkeit durch
positive Handlungen und Erlebnisse, ganz ungeachtet der Lernkurve des Lebens
durch negative und schmerzhafte Einschnitte. Sie sind interessiert an der
Gestaltung unseres Gemeinwesens.
Die Integration, wie die meisten sie heute verstehen, ist ein Jahrhundert-Unterfangen,
dessen Abschluss keiner von uns erleben wird. Integration bleibt eine stetige
Herausforderung mit sich immer wieder verändernden Komponenten. Wir müssen aber
an dieser Aufgabe „dranbleiben“, dabei unser Augenmerk auf eine aktive
Partizipation der Bürger und Bürgerinnen richten und über eine positiv
aufgeladene Teilhabe unsere Werte vermitteln und Fehlverhalten sanktionieren. Oberflächliche
Gutmenschen und unbeteiligte Weggucker und -ducker werden dieses nicht
erreichen, denn es braucht den Willen, sich aktiv zu engagieren, Teilhabe zu
ermöglichen, Leitlinien unbeirrbar durchzusetzen und immer wieder Dialog und
Nähe zu suchen und auszuhalten.
Die Egozentrik eines Ansatzes wie „Wenn jeder für sich sorgt, ist für alle
gesorgt“ ist kein Modell, das Gemeinsinn und Partizipation tief im Wesen der
Menschen verankert. Begriffe aus dem Werte-Kanon unseres Landes wie Freiheit,
Gleichheit, Brüderlichkeit, Verantwortung, Tugend, Bürgersinn,
Sozialgemeinschaft müssen vorgelebt und ausdauernd vermittelt werden. Sie
müssen Eingang finden in die Denkweise und Haltung aller, die hier in Dortmund
zusammenleben wollen und sollen. Alle Bürgerinnen und Bürger der Nordstadt
können ihre Talente und Kompetenzen einbringen, um diese Begriffe mit Leben zu
füllen.
Ein Aufruf an alle: Jetzt gemeinsam Quartier machen
Das Quartier am Dortmunder Hafen wird davon profitieren und „wirklich leben“, wenn viele Perspektiven zusammenkommen und Teilhabe statt Vorgabe vorherrschen. Neben dem formalen Verfahren, bedarf es des Willens und Engagements alle Planenden, Nachbar:innen, Vereine, Unternehmen, Bildungs-, Kultur- und Sportszene, vom bloßen Konzept ins Tun zu kommen – offen, transparent, Schritt für Schritt. Das Verfahren fordert Formalien (Konzept, Zeitplan, Angebot) – die eigentliche Wirkung entsteht jedoch durch Mitmachen vor Ort. Fangen wir gemeinsam an, dann gelingt es uns vielleicht, die Fehler anderer Dortmunder Quartiersentwicklungen zu vermeiden, die langwierig und kostspielig korrigiert werden.
Dialog-Partner
Karin B. war bis zu ihrer
Pensionierung in der Evaluation/Qualitätssicherung und Schulberatung des
staatlichen Schulamtes tätig. Bis dahin hatte sie einen langen und sehr abwechslungsreichen
Weg hinter sich, der insbesondere ihr Wissen um Integration und Inklusion enorm
befeuert hat. Sie war Schulleitungsmitglied an einer kooperativen Gesamtschule
und Lehrerin an verschiedenen Förderschulen (körperbehinderte, lernbehinderte,
hörbehinderte). Eine der zum Dialog anregenden Anekdoten, die sie erzählt hat,
betraf eine türkische Familie und deren Integration: über eine Schülerin ihrer
Klasse lernte sie auch die Eltern und insbesondere die Brüder des Mädchens
kennen, die in Deutschland aufgewachsen, zur Schule gegangen und ihre Ausbildung
abgeschlossen hatten. Als dann die Familienplanung anstand, heirateten beide
Brüder jeweils eine Frau aus der Türkei. Nach den Schwierigkeiten befragt, die
diese Frauen bei der Eingewöhnung in Deutschland hätten, erhielt Karin die
Antwort, dass ja keine der Frauen die deutsche Sprache sprechen müsse. Sie
würde ja ohnehin nur in Begleitung und traditioneller Bekleidung auf die
Strasse gehen. Für Karin ein kleiner Schock, denn diese Haltung der
„integrierten“ Brüder hatte sie überhaupt nicht erwartet.
Im Dialog haben wir versucht, Gründe und andere Aspekte zu beleuchten. An
einigen will ich Sie teilhaben lassen: Bei den Zuzugswellen früherer
Jahrzehnte, kamen die Menschen vom Land in die Stadt, dann auch aus Polen oder
Russland nach Deutschland und später in der Mehrzahl auch aus Italien, Spanien,
Griechenland. Damit stieg immer auch die kulturelle und sprachliche
Integrationshürde stetig an, vom ländlichen Dialekt zur Fremdsprache. All diese
Herkunftsgebiete einte, dass die ankommenden Menschen sowie die „Dortmunder“ in
der Mehrzahl einen christlichen Wertekanon hatten und ein tradiertes
Verständnis von „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem
anderen zu“. Kulturell und dann auch sprachlich anders, aber diese Ebenen der
Diversität bedeuten keine Disparität.
Karin schilderte aus ihrer Familien-Forschung
einen spannenden Aspekt, der uns auch heute begegnet: Bei allen Neuankömmlingen
kam es gleichermaßen zu einer Wagenburg-Mentalität beim familiären Zuzug.
Karins Vorfahren sammelten sich in Dortmund (Innenstadt und Wambel), sie kamen
über Jahrzehnte und verschiedene Generationen aus der Eifel und dem Bergischen Land
nach Dortmund. Die Vorfahren von Gerd, ihrem Mann, stammen primär aus dem Sauerland,
sie suchten sich Wohnungen rund um die Saarlandstrasse. Diese Art der
„Zusammenrottung“ gab es also früher schon.
Sukzessive sind wir auf weitere Aspekte zu sprechen gekommen. In Deutschland
sehen wir heute einen stetigen Anstieg von Einzelpersonenhaushalten.
Gleichzeitig gehen seit Jahrzehnten die Mehrgenerationen-Häuser zurück. Es gibt
immer weniger die Großeltern, die Einfluss auf die Betreuung der Enkel und
damit auch Einfluss auf Erziehung und Wertebildung nehmen. „Das macht man doch
nicht“ als freundlich-strenger Hinweis auf ungewünschtes und unzulässiges
Handeln. Die seit Jahren zugezogenen oder hier seit Jahren gewachsenen
Großfamilien mit anderen Traditionen und religiösen Prägungen pflegen diese
Mehrgenerationen-Haushalte noch. Die Großeltern vermitteln den Enkelkindern
eben ihren traditionellen aus den Heimatländern mitgebrachten Wertekanon.
Gepaart mit der höheren Arbeitslosigkeit der Elterngeneration und dem Empfang
von Sozialleistungen, richten sich viele Familien in der Fremde darauf ein, auf
einem niedrigen wirtschaftlichen Niveau aber auskömmlich zu leben, ohne den
Stress aber eben auch ohne die persönlichen Entwicklungschancen zu nutzen, die
sich möglicherweise in ihrem „unbekannten, neuen Heimatland“ bieten könnten. Beschaffung,
Schwarzarbeit und andere Handlungen, die alle gesetzeswidrig sind, werden nicht
mehr nur toleriert, es gibt Gruppen-soziale Punktegewinne für die
erfolgreichere Betrügerei. Kleinkriminalität, Clan-Strukturen, Banden-Bildung
folgen. Das geschlossene Milieu, die Parallelgesellschaft, ist so etabliert,
gestützt durch die eigene Sprache und die eigene Religion.
An Karins Schule gab es eines Tages ein großes Tohuwabohu. Mehrere Schüler
kamen mit ihren Eltern und anderen Angehörigen zur Schule, um die Lehrer zu
sprechen. Schüler hatten daheim von einer kleinen Guillotine im Lehrerzimmer
berichtet. Kindern würden dort die Finger abgetrennt. Die Eltern haben dabei
nicht die Züchtigung und Verstümmelung bemängelt, sondern wollten zu den Bestrafungskriterien
informiert werden!
Die ebenfalls aufgebrachte Lehrerschaft fand dann heraus, dass die Kinder einen
Papier-Hebelschneider durch die geöffnete Tür des Lehrerzimmers gesehen hatten,
den Rest in ihrer Phantasie ausgemalt und daheim erzählt hatten.
Gerhard „Gerd“ B. hat als Techniker und sehr Software-affiner Fachmann zuletzt
die Dokument-struktur von Deutsche Telekom Logistikprozessen betreut und diese
mit den ausgewählten Liefe-ranten, wie z.B. DHL und anderen verzahnt. Karin und
er kennen sich aus der katholischen Jugend-arbeit und haben zusammen zwei
Mädchen bekommen, heute beides beruflich erfolgreiche Frauen.
Frederike S. ist mit dem italienisch-stämmigen Stefano S. verheiratet, die
beiden haben zwei Kinder, diesmal beides Jungs: Leonardo S., gerade
eingeschult, und Valentino S., derzeit noch ein Kita-Kind. Frederike,
Diplom-Informationswirtin mit einem zusätzlich abgeschlossenen Master of
Engineering, spricht Deutsch, Englisch und Italienisch und arbeitet im Projektmanagement
der Software-Entwicklung in international verteilten Teams (verschiedene
Sprachen, Kulturen, Zeitzonen) bei Deutsche Telekom. Stefano S. ist
Diplom-Ingenieur, Architekt, der in seiner Freizeit angelt und Drohnen fliegt.
Kristina B. ist liiert, reist viel und taucht, und hat, nach Abschluss des
Diplomstudiengangs Informationsrecht ihren Master of Laws mit Schwerpunkt
Internationales Lizenzrecht abgeschlossen. Sie arbeitet bei Merck, einem
Chemie- und Pharma-Konzern, heute u.a. an Aufgaben im Bereich KI und Datenschutz.
Renate H., gelernte Erzieherin, später Fachlehrerin für Hörgeschädigte, hat mit einer Kollegin viele Jahre eine Schülerfirma betreut, bei der die Kinder, trotz ihrer diversen Einschränkungen, mit Mathematik und Arbeitslehre auf einen in weiten Teilen selbstbestimmten beruflichen Alltag vorbereitet wurden: Planung, Einkauf, Herstellung, Absatz, Abrechnung. Sie erklärte mir ihre Sicht auf den Austausch zwischen allen Beteiligten, die Wichtigkeit von Wettbewerb mit Sieg und Niederlage, Lob und Anerkennung für das persönliche Wachstum dieser Menschenkinder.
Verheiratet ist Renate mit Wolfgang
H., Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen, langjährig tätig bei der Ruhrkohle / BAG. Er
leitete den Stab unter einem Bergwerksdirektor und war später, Technik- und
Software-affin, mit der Leitung der SAP-Einführung konzernweit bei Deutsche
Steinkohle (Neufertigung) betraut. Seine Sicht auf die Historie der Kohle- und
Stahl-Produktion in NRW mit vielen Nationen, gemischten Gruppen unter Tage,
einer Gemeinschaft von Kumpeln unter Tage und ethnische/kulturelle/sprachlich
abgeschlossene Gruppen über Tage, warf ein weiteres Schlaglicht auf Migranten,
Gastarbeiter, die Organisation von gemischten Gruppen unter Tage, deren Leben
vom richtigen Verhalten ihrer Kumpel abhing. Er sprach aber auch über
Verantwortung und Teilhabe sowie persönlichem und politischem
Veränderungswillen, der z.B. Ausdruck fand in den Streiks der Bergleute, bei
denen auch die Mitglieder von machtvollen Funktionen in BAG-Direktorien mit auf
die Strasse gingen. Er, die erste Generation mit Studienabschluss, hatte das,
wie seine Brüder, von den Eltern ermöglicht bekommen und die Bildungschancen
genutzt, die die Eltern, insbesondere der Vater mit dem Einkommen als Bankdirektor
und Geschäftsführer der westdeutschen Buchungszentrale geboten hatte. Aber auch
hier spielte der Sport, das Segeln, viele Jahre eine zentrale Rolle, mit einer
ausgeprägten Notwendigkeit zur Leistungsbereitschaft, dem Sinn für die
Wichtigkeit der jeweiligen Aufgabe, der Zusammenarbeit – ohne die man weder
eine Regatta gewinnt, noch einen privaten Segeltörn auf hoher See unbeschadet
übersteht.
Renate und Wolfgang haben in 1985, unter damals schwierigen politischen und
juristischen Bedingungen, die Adoption eines portugiesischen Säuglings angestrebt.
Wolfram, ihr Sohn, ist dann in Dortmund aufgewachsen, hat Abitur gemacht und
zunächst eine Ausbildung als Fachkraft für Elektrotechnik absolviert, bevor er seinen
Abschluss zum Wirtschaftsingenieur (BSc) mit Schwerpunkt Energiewirtschaft
gemacht hat. Heute arbeitet er in verantwortlicher Position für Gelsenwasser
Energienetze. Seine Lebensgefährtin, Nadine H., unterrichtet Mathematik und
Sport, bis vor kurzem an einer integrativen Gesamtschule in Delmenhorst, nach
einem Schulwechsel an einer Gesamtschule in Rinteln.
Die gleiche
Fächerkombination hat Knut Reinhardt, ehem. BVB-Fußballer, der als Lehrer an
einer Schule in der Dortmunder Nordstadt angefangen hat: als ehemaliger
deutscher Nationalspieler und Champions League Sieger mit Borussia Dortmund als
Abwehrspieler, hat er sich nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn, für den
Beruf des Lehrers entschieden. Er absolvierte das Referendariat an der
Grundschule Kleine Kielstrasse im Dortmunder Norden und startete am 1. Februar
2009 in den Schuldienst.
Knut Reinhardt ist m.E. ein Paradebeispiel für die benötigten Persönlichkeiten
mit den Qualitäten und Qualifikationen eines Mentors.
Birgit N., mit familiären Wurzeln in Kassel, Studium in Germersheim, kommt ebenfalls aus einem Haushalt, in dem sie die erste war, die an einer Universität studieren konnte, mit Auslandssemestern und inhaltlicher Spezialisierung auf die Übersetzung von medizinischen Texten in die englische und spanische Sprache. Sozio-kulturelles Verständnis, Eigenheiten einer jeden Sprache und eines jeden Sprachraums, führten auch zum Lernen der japanischen Sprache. Mit Software im Bereich Translation Memory und KI kamen Veränderungen, bis hin zum massiven Sterben der Übersetzer-Branche. Während all diese qualifizierten Menschen heute arbeitslos sind, können sie gleichzeitig mit ihren Kompetenzen die Vermittlungsprozesse zwischen den Menschen aus unterschiedlichsten Sprach- und Kulturräumen begleiten und unseren Werte-Kanon vermitteln.
Quellen und Verweise
Die Liste ist sicher nicht abschließend, denn, wie einleitend erläutert, erhebt dieser Text keinen Anspruch auf wissenschaftlich korrekte Formalia.
· https://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund
· https://www.nordstadtblogger.de/projekt-wege-der-zuwanderung-zeigt-in-der-nordstadt-wie-kulturelle-vielfalt-dortmund-ueber-die-jahrzehnte-gepraegt-hat/
· https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbezirk_Innenstadt-Nord_(Dortmund)
· https://www1.wdr.de/lokalzeit/ehrenamt/dortmund-nordstadt-jugendforum-100.html
· https://www.nordstadtblogger.de/serie-ehrenamt-der-agnrw-wir-arbeiten-daran-dass-sich-die-deutschen-und-tuerkischen-dortmunder-besser-verstehen/
· https://rathaus.dortmund.de/dosys/gremrech2.nsf/0/9C50280A58DC5ACEC1257440000E7C30/$FILE/Anlagen_04958-06.pdf
· https://www.ils-forschung.de/files_publikationen/pdfs/ils-trends-02-24.pdf
· https://rathaus.dortmund.de/dosys/gremrech.nsf/0/C3CF4E79C53B77FFC12583DE003AA2B9/%24FILE/Anlagen_13585-19.pdf
· http://harald-thome.de/files/pdf/media/2013_Kinderarmut-in-Dortmund_2001---2012_Nov.kor.pdf
· http://sozialpolitik-portal.de/uploads/sopo/pdf/2014/2014-08-08_Arbeitslosigkeit_u_SGB_II_Armut_ Dortmund_2005_2012.pdf
· https://aba-fachverband.info/planerladen-dortmund/
· https://www.mhkbd.nrw/system/files/media/document/file/25_hafenquartier_noerdliche_speicherstrasse.pdf
· https://www.dortmund.de/newsroom/nachrichten-dortmund.de/neues-stadtviertel-am-dortmunder-hafen-plaene-schreiten-voran.html
· https://speicherstrasse.com/wp-content/uploads/2023/03/Wettbewerbsdokumentation-Auslobung.pdf
· https://www.better-estates.de/hafenquartier-speicherstrasse-aufbruch-am-wasser-ein-stadtteil-im-wandel/
· https://www.radio912.de/artikel/ein-quartier-fuer-alle-im-dortmunder-hafen-2115399.html
· https://www.efre.nrw/erleben/projekte-entdecken/hafenquartier-speicherstrasse
· https://www.dortmund.de/themen/planen-und-bauen/quartierskonzepte/stadterneuerung-nordstadt/die-projekte/hafenentwicklung/
· https://www.rvr.ruhr/news/startseite-news/news/dortmunder-hafenquartier-beim-deutschen-staedtebaupreis-2025-ausgezeichnet/
· https://www.hafeninitiative.de/wp-content/uploads/2019/02/Anlagen_06938-17.pdf
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· https://www.nordstadtblogger.de/einblicke-und-ausblicke-auf-den-kuenftigen-heimathafen-das-integrative-nordstadt-vorhaben-wird-immer-teurer/
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· https://www.nordstadtblogger.de/schoene-neue-nordstadt-noerdliche-speicherstrasse-wird-als-ein-bestaendiger-erlebnisort-geplant/
· http://kurt.digital/2022/02/22/dortmunder-hafen-quartier-fuer-alle-oder-wird-hier-nur-gentrifiziert/
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· https://www.nordstadtblogger.de/dortmund-will-weiter-in-die-zukunft-investieren-das-programm-neue-staerke-soll-laenger-laufen/
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· https://www.nordstadtblogger.de/neugestaltung-der-suedlichen-speicherstrasse-verbesserung-der-aufenthaltsqualitaet-oder-gentrifizierung-eines-viertels/
· https://www.nordstadtblogger.de/schutz-vor-gentrifizierung-die-stadt-dortmund-will-eine-soziale-erhaltungssatzung-pruefen/
· https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Europa/EU-Kohaesions-und-Strukturpolitik/10-nordrhein-westfalen-speicherstrasse-hafen-dortmund.html
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· https://www.wirtschaftsfoerderung-dortmund.de/investition/grossprojekte
· https://www.wirtschaft.nrw/wettbewerb-efrestars-2023-projekt-speicherstrasse-hafen-aus-dortmund-ueberzeugt-bei-online
· https://www.icmpd.org/file/download/59533/file/MC2CM_City_Migration_Profile_Dortmund_DE.pdf
· https://rathaus.dortmund.de/dosys/gremrech2.nsf/0/AAEB1E8EF2C59778C1257736003CFBC8/$FILE/Anlagen_01206-10.pdf
· https://www.nrwision.de/mitmachen/bildungsungleichheit-in-der-dortmunder-nordstadt
· https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1339716/umfrage/auslaendische-bevoelkerung-nach-nationalitaet-dortmund/
· https://www.nordstadtblogger.de/industriehafen-an-der-speicherstrasse-ein-quartier-fuer-alle/
· https://speicherstrasse.com/wp-content/uploads/2023/03/Booklet.pdf
· https://www.caritas-nrw.de/magazin/2017/artikel/wenn-menschen-aus-126-nationen-zusammenl
· https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/amt-fuer-stadterneuerung/downloads/quartierskonzepte/nordstadt/integriertes-handlungskonzept-nordstadt-rahmenkonzept.pdf
· https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1120707/umfrage/entwicklung-der-arbeitslosenquote-in-dortmund/
· https://www.nordstadtblogger.de/verhalten-positive-signale-im-spaetsommer-arbeitslosenquote-verharrt-auf-122-prozent/
· http://kurt.digital/2018/01/27/bei-onkel-ali-am-borsigplatz/
· https://www.nordstadtblogger.de/saisontypische-entwicklung-zum-jahresstart-in-dortmundmehr-arbeitslose-im-januar-2025/
· https://www.nordstadt-forum.de/stadtteil.html
· https://www.ils-forschung.de/files_projekt/pdfs/staubach-et-al-2018_soziale-integration-im-quartier_fgw-impuls.pdf
· https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/dortmunder-statistik/downloads/02_02_bevoelkerung_nach_geschlecht_und_staatsangehoerigkeit_in_den_statistischen_bezirken_.pdf
· https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/amt-fuer-stadterneuerung/downloads/quartiersanalyse-hafen-04-2023.pdf
· https://www.hafeninitiative.de/wp-content/uploads/2019/09/Ergebnisse_Bürgerwerkstatt.pdf
· https://gruenbau-dortmund.de/praemierung-des-hafenquartiers-dortmund-beim-deutschen-staedtebaupreis-2025-die-sozialen-angebote-von-gruenbau-im-heimathafen-tragen-zum-vielfaeltigen-charakter-bei/
· https://open-data.dortmund.de/explore/dataset/ds-bevolkerung-nach-geschlecht-und-migrationshintergrund-2023/
· https://www.nordstadtblogger.de/neues-hafenquartier-entlang-der-speicherstrasse-in-der-nordstadt-soll-ein-neues-tor-zur-stadt-dortmund-entstehen/
· https://wirtschaftsflächen-dortmund.de
· https://www.planerladen.de/fileadmin/Dateien/PL/Projektbereiche/Forschung_Lehre/A-Projekt-15-2016_Soziale-Integration-Quartier_Endbericht.pdf
· https://www.nordstadtblogger.de/neue-wirtschaftsflaechen-strategie-der-stadtrat-ringt-um-die-flaechenzukunft-in-dortmund/
· https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/amt-fuer-stadterneuerung/downloads/quartierskonzepte/nordstadt/dokumentation_beteiligungsveranstaltungen.pdf
· https://digital.zlb.de/viewer/api/v1/records/34248204/files/media/FGW-Studie-ISE-13-Herrmann-2019_05_10-komplett-web.pdf
· https://echt-nordstadt.de/?view=article&id=2070%3Asieben-bezirke-zehn-jahre-und-mehr-als-250-projekte-nordwaerts-hat-nicht-nur-den-norden-veraendert&catid=34&iccaldate=2032-09-1
Nachtrag – 10.09.2025
Beschäftige ich mich mit einem Thema, fange ich auch an, eine Filterblase zu entwickeln. Das geht sicher vielen so. Nachdem ich also den obigen Text erstellt hatte, habe ich in den Tagen danach einige Nachrichten gelesen. Das gab mir den Anstoß, einige der Artikel zu sammeln, die nach dem 07.09.2025 erschienen sind. Manche zeigen m.E. gut, dass die Überlegungen in dem Nutzungskonzept, das die Lowin Nizami GbR im Rahmen der Stufe 2. des Interessenbekundungsverfahrens zum „Quartier für alle“ und insbesondere mit Blick auf das Gebäude-Ensemble Speicherstrasse 48-50, den Silo-Turm und die vorgelagerte Zeilenbebauung, erstellt und eingereicht hat, einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Realitätsbezug hat sowie die verschiedenen und z.T. komplexen Anforderungen sehr gut berücksichtigt.
Ruhrnachrichten
10.09.2025
Neues Nordbad entsteht an der Eberstraße
Hier an der Eberstraße, wo aktuell noch der Sportplatz des FC Roj, des FC Fortuna 66 und des SC Dortmund 97/08 ist, wird bald das neue Dortmunder Nordbad gebaut. FOTO Oliver Volmerich
Die Stadt Dortmund hat den Neubau des Nordbads an der Eberstraße beschlossen. Dort spielen aktuell noch drei Fußballvereine.
Von Nico Ebmeier
In der Dortmunder Nordstadt wird ein großer Umbau Realität: Das neue Nordbad wird nach der Entscheidung am 3. Juli am Standort Eberstraße entstehen, dort wo aktuell noch der FC Roj, der FC Fortuna 66 und der SC Dortmund 97/08 ihre Fußball-Heimspiele austragen. Damit müssen drei Vereine ihre bisherige Heimat verlassen und auf den bisherigen Ascheplatz an der Schützenstraße umziehen. Nun erklärt die Stadt Dortmund, wieso die Wahl auf die Eberstraße fiel – obwohl es einige Alternativen gab.
Die Stadt hatte neun mögliche Standorte in der Nordstadt untersucht. In die Bewertung flossen vier Hauptkategorien (Flächenanalyse) ein: Grundstück, Lage und Erreichbarkeit, Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie Natur- und Umweltschutz/Stadtklima. Ergänzend wurden Risiken wie die eigentumsrechtliche Verfügbarkeit, baurechtliche Verfügbarkeit sowie besondere Umsetzungsrisiken geprüft.
Am Ende lag die Eberstraße vorne. Beim Thema Flächenanalyse schnitt der Standort am besten ab, die Risikoeinschätzung galt am viertniedrigsten. Vor allem die städtebauliche Eignung sei besonders hoch, die verkehrliche Anbindung gut und die rechtlichen Hürden überschaubar. Betrachtet wurden daneben unter anderem Flächen am Naturmuseum, an der Lindenhorster Straße, im nördlichen Bahnhofsumfeld sowie im Uhlandpark. Letzterer galt zunächst als Favorit, weil er zentral liegt.
Doch die nähere Untersuchung zeigte erhebliche Einschränkungen: Wegen beengter Flächen und bestehender Einrichtungen wäre dort kaum ein Familienbad in der gewünschten Größe realisierbar gewesen. Auch die Bauphase hätte mit Lärm und Staub umliegende Einrichtungen wie Musikschule und Tageseinrichtungen stark belastet. Zudem ist der Uhlandpark im Lärmaktionsplan als „Stadtoase“ ausgewiesen, die durch ein weiteres Großbauwerk erheblich beeinträchtigt würde. Die Vorgaben für den Neubau waren aber klar: Das neue Nordbad soll eine ähnlich große Wasserfläche wie bisher (743 Quadratmeter) bieten. Es soll für die Grund- und weiterführenden Schulen aus der Innenstadt-Nord gut erreichbar sein, und der Bau muss zeitnah umgesetzt werden, weil der Weiterbetrieb des alten Nordbads am Dietrich-Keuning-Haus nicht langfristig gesichert ist. Diese ganzen Voraussetzungen scheinen an der Eberstraße gegeben zu sein.
Im Einzugsbereich von 2000 Metern leben laut der Stadt 47.000 Menschen, drei Grundschulen und vier weiterführende Schulen sind fußläufig in 15 Minuten erreichbar. Zudem liegt eine Stadtbahnhaltestelle nur 300 Meter entfernt, Busanbindungen sind vorhanden. Ein Neubau soll außerdem die Möglichkeit bieten, neue Parkflächen und „zeitgemäße Umkleidemöglichkeiten“ (Beschlussvorlage) zu schaffen.
Allerdings wird die Fläche an der Eberstraße derzeit eben noch fußballerisch genutzt. Laut Vorlage wird eine Verlagerung der bestehenden Vereinsnutzung in Richtung der Mendesportanlagen – genauer gesagt an die Schützenstraße im Fredenbaumpark – angestrebt. Dadurch soll die Nähe zum bisherigen Standort erhalten bleiben.
Auf Anfrage teilte die Stadt ergänzend mit, dass für den neuen Sportplatz an der Schützenstraße bereits Gespräche mit dem Verein FC Roj als Hauptnutzer geführt wurden. Geplant ist die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz. Alle weiteren Arbeiten werden von den Sport- und Freizeitbetrieben qualifiziert und den politischen Gremien in einer Vorlage zur Entscheidung vorgelegt. Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht.
WELT News
09.09.2025 – eine Auswahl
Ruhrnachrichten
09.09.2025 – eine Auswahl
· Bürger offen für das autonome Fahren
· NRW Exzellenzförderung: „Innovationsprofessuren“
· „Uns fehlt für alles schlicht das Geld“ – Wir brauchen dringend eine Reform des Sozialstaates … und … eine spürbare finanzielle Entlastung vom Bund, vor allem auch bei den Unterkunftskosten für Geflüchtete
· Die SPD will sich mit der Leistungsfrage und künstlicher Intelligenz befassen
· WWF sieht Brandenburg bei der Energiewende vorn – NRW landet auf Mittelfeldplatz neun
· Gegen Verödung der City: Mehr Sicherheit, mehr Grün, weniger Bettelei
· Inklusionsbeirat tagt im Rathaus
· Film: Das Recht, Rechte zu haben … über die Bedeutung von Staatsangehörigkeit und Staatenlosigkeit
· Vernisage: „Create something new“ … die Ausstellung behandelt das Thema „Zerstörung“ mit interaktiven und reflektierenden Elementen
· Ameisen-Bilder kleiner Künstler … Bilder aus einer kreativen Mitmachaktion für Kinder bis 14 Jahre
· Weltacker Dortmund erhält Innovationspreis … Bundesverband mittelständische Wirtschaft würdigt das Projekt des Ernährungsrats Dortmund auf dem Schultenhof als echtes Zukunftslabor für nachhaltige Bildung, zivilgesellschaftliche Teilhabe und globale Verantwortung
· „Demokratietag“: Fest der Vielfalt
· Unternehmen startet Energieprojekt auf der Deponie Nordost … INNOWA GmbH startet mit Photovoltaik, Speicher und Biomethan – DEW21 und EDG beteiligt
· EDG berät zum Thema „Abfall“
· Initiative „Begegnung VorOrt“ mit Ortsteil-Spaziergang
· Scham, Hilflosigkeit und Überforderung … Jeder fünfte Erwachsene kann nicht ausreichend lesen und schreiben
· Sonderveröffentlichung „Hallo Schule“
Ruhrnachrichten
08.09.2025 – eine Auswahl
· Zahl der Femizide nimmt zu
· Deutlich mehr Asylklagen
· Kulturkampf ums Rad
·
Parteivorstand
SPD formuliert 5 zentrale Probleme – „Vertrauen organisieren“:
Sozialreformen – Arbeitsplätze – Außenpolitik – Wehrpflicht – Digitalisierung
· Diplom auf Bestellung … Betrugsfälle erschüttern das Vertrauen in die türkischen Institutionen
· Einwohnerzahl erreicht neuen Rekord für dieses Jahrhundert … in Dortmund leben 614.495 Menschen
· Vortrag: „Polarisierung in der Gesellschaft“ … der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Rolle jedes Einzelnen
· SOS Kinderdorf Dortmund öffnet seine Türen
· Jana Kerima Stolzer erhält Stipendium für Medienkunst des Landes NRW
· Ein späterer Papst zwischen Hoesch und Westfalenhalle
· Rekord schon vor dem ersten Startschuss … Phoenix-Halbmarathon: „Die Leute hier haben richtig Bock auf den Laufsport und vor allem auch solche Events“
·
Kulturbüro
lädt zum Podiumstalk über die Zukunft von Musikfestivals
…
Musikfestivals
LIVE-AUFTRITT BEIM PODIUMSTALK: das Dortmunder Indie-Pop-Duo „Karlskrona“
Am 9. September (Dienstag) lädt das Kulturbüro Dortmund zum Podiumstalk ein: Ab 19 Uhr geht es im Domicil, Hansastraße 7-11, um die Entwicklung und Perspektiven von musikalischen Festivalformaten in Dortmund.
Sie sind musikalische Aushängeschilder der Stadt und zugleich wichtige Formate für die hiesige Musik- und Kulturlandschaft. Zudem ist ihr Image-Faktor für die Stadt und auch die Musikszene nicht zu unterschätzen. Musikfestivals haben eine lange Tradition in Dortmund: „Juicy Beats“, „Bunt oder Blau“, „Visual Sound Festival“, „Sonic Waves“, „Harbour Sound“ oder das „Flintasialand“-Festival.
Doch die Festivalbranche hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Welche Gründe es dafür geben könnte und welche Perspektiven existieren, darüber diskutieren Mitglieder der Szene wie Carsten Helmich („Juicy Beats“), Lisa Fischer („Flintasialand“-Festival), Oliver Pilsner („Sonic Waves“ und „Harbour Sound“), Angelika Hoffmann („Visual Sound Festival“) und Matthias Spruch („Bunt oder Blau“). Die Moderation übernimmt Didi Stahlschmidt vom Kulturbüro Dortmund. Das Dortmunder Duo „Karlskrona“ sorgt für Indie-Pop.
Die Rahmenbedingungen in der Festivalbranche sind andere geworden, die Preisstrukturen sind zu einem Problem geworden, das Ausgeh-Verhalten verändert sich zunehmend und viele weitere Parameter spielen eine wichtige Rolle. Aber warum ist dies so? Was hat sich wirklich verändert? Mit welchen Herausforderungen hat die Szene zu kämpfen?
Diese Fragen werden gemeinsam mit dem Publikum erörtert.